Bürgerbeteiligung als Alibi-Veranstaltung

Ein Kommentar von Ulrich Paul in der «Berliner Zeitung»

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Der «Berliner Kurier» berichtet über die Zerstörung unseres Lebensumfelds


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Noch einmal zur Erinnerung: Antwortschreiben von Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD)


Auch in Zeiten von Covid-19 wird gewählt und die Bundestagswahl fällt im Jahr 2021 mit der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zusammen. Die SPD möchte verständlicherweise weiter regieren – zu profitabel sind die Pöstchen für die Genossen – und auch unser Bezirksbürgermeister Igel möchte gerne für seine großen Verdienste um die Planerfüllung im Wohnungsbau mit einer Wiederwahl belohnt werden. Um Ihnen die Wahlentscheidung zu erleicherten, können Sie hier noch mal seine Antworten auf die Fragen unserer Bürgerinitiative nachlesen:
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Das fängt ja gut an ...


... mit den Subunternehmen der Firma ANES Bauausführungen! Ab Mitte Februar wurde gefällt, ausgerissen und gerodet. Doch am 19. Februar war im letzten Baufeld Schluss. Es lag keine Genehmigung für die Zerstörung des dicht gewachsenen Laubgebüschs vor, möglicherweise ein Habitat des Gelbspötters. Die Oberste Naturschutzbehörde Berlin hat ein Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet.






Ratespaß mit Augenzeugen-Video: Wer findet die meisten Verstöße gegen den Arbeitsschutz?




Anhand eines Augenzeugen-Videos, das zeigt wie Am Kietzer Feld 7 die große Pappel "fachmännisch" gefällt wird, laden wir zu einem Ratespiel ein: Wer findet die meisten Verstöße gegen den Arbeitsschutz?
Während die Angestellten der beauftragten Firma sichtlich ihren Spaß hatten, war den Anwohnern eher mulmig zumute. Keine Absicherung zum Aufgang Nr. 7 Am Kietzer Feld und auch das restliche Vorgehen wirkte recht abenteuerlich.
Aber hey – das sollte eure Vorfreude auf Verschattung, Parkplatzverknappung, Verkehrskollaps, den kommenden Baulärm und enge Wohnverhältnisse nun wirklich nicht schmälern, liebe Degewo-Mieter!




Adé, du grünes Kietzer Feld.


Zerstörung

Wie die Anwohner und Besucher unseres einst wunderschönen, grünen Kietzer Feldes schon seit einigen Tagen erleben müssen, hat die Zerstörungswut der degewo ihr hässliches Werk verrichtet: Große, gesunde Bäume liegen geschreddert danieder, die einstmals einladenen Rasenflächen sind eine einzige Schlammwüste und die Hecken und Sträucher, die einst Wohnstatt tausender Vögel und anderer Tiere waren, sind nicht mehr.
Liebe Anwohner des Kietzer Feldes und Umgebung, vergesst niemals, wer dafür verantwortlich ist: Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD), Bezirksstadtrat Rainer Hölmer (SPD) und die degewo, die sich (O-Ton) "den Interessen der zuküftigen Mieter verpflichtet" fühlt - nicht aber denjenigen, die seit Jahrzehnten hier wohnen und teilweise selbst die Bäume pflanzten, die nun dem Bauwahn weichen mussten.

Hier geht es zur Galerie der Zerstörung: Klick




Kleiner Teilerfolg!
Update vom 30.11.2020


Die Fraktionen von SPD und Linke konnten sich zu einem gemeinsamen BVV-Antrag durchringen, welches ein aktuelles Verkehrsgutachten fordert, da die degewo mit Uralt-Daten aus dem Jahr 2015 jongliert und so den Eindruck erwecken will, die Verkehrssituation in Süd-Köpenick wäre entspannt. Auch fordern beide Fraktionen eine "Verkehrskonferenz", um über Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Verkehrsentwicklung im Südosten von Treptow-Köpenick zu beraten.


Antrag zur Verkehrskonferenz



Verschattung und Verengung: rbb Abendschau über den Widerstand gegen Nachverdichtung


Unter dem Titel "Wirbel um Nachverdichtung - Widerstand gegen Wohnungsbau trotz Bürgerbeteiligung" sendete der rbb am Montag, 21.09.2020 um 19:30 in seiner "Abendschau" folgenden Beitrag: Von einer Anwohnerbeteiligung erhofft sich der Senat mehr Zustimmung zu Bauprojekten. Doch drei Beispiele zeigen: Anwohner fühlen sich trotzdem übergangen. Auch wenn die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sich rühmen, auf die Anwohner eingegangen zu sein – der Widerstand ist trotzdem da.
Ein Beitrag von Frank Drescher





Paukenschlag: degewo beauftragt für die Zerstörung von grüner Wohnidylle und Infrastruktur die Firma ANES Bauausführungen Berlin GmbH


ANES

Die durch Großrazzien im letzten Jahr (August 2019) in den Fokus gerückte Baufirma wurde nun von der degewo zur "Nachverdichtung" (Euphemismus für Enge, Bodenversiegelung, Verlust von Flora und Fauna) des Kietzer Feldes beauftragt. Wie weit der Filz zwischen Bau-Mogulen und dem rot-rot-grünen Senat reicht, erkennt man auf den Fotos vom Regierenden Bürgermeister Müller und Stadtentwicklungssenator Geisel mit dem Geschäftsführer der ANES Bauausführungen Berlin GmbH. Wen würde es da noch verwundern, wenn die degewo als landeseigene Wohnungsgesellschaft Teil dieses Filzes wäre? Mehr zu diesem Bauunternehmen finden Sie unter MEDIEN.

Was die ANES Bauausführungen Berlin GmbH unter "schönem Wohnen" versteht, kann man auf deren Referenzenseiten bestaunen. Rosige Aussichten also für das Kietzer Feld.



ANWOHNER VOM KIETZER FELD, WENDENSCHLOSS und ganz KÖPENICK:


Stoppen wir gemeinsam den Nachverdichtungswahn!


WER WIR SIND?


Wir sind eine Initiative von direkt Betroffenen (Anwohner / Anrainer des Kietzer Feldes und Wendenschloß) und indirekt Betroffenen (Bewohner des Köpenicker Südostens, welche auch unter dem sich anbahnenden Verkehrskollaps leiden werden), die alles in ihrer Macht stehende unternehmen, die sogenannte "Nachverdichtung", also Ghettoisierung, Entgrünung und Bodenversiegelung unseres historisch gewachsenenen, viele seltene Tierarten beheimatenden, grünen Wohngebiets und den daraus resultierenden Kollaps des Verkehrs und der sozialen Infrastruktur (Ärzte, Schulen etc.) zu verhindern.

Wir betrachten uns als überparteilich, was bedeutet, dass wir keine helfende Hand einer vom Wähler legitimierten Partei ausschlagen werden, aber im Umkehrschluss uns dagegen verwehren, vor einen Karren gespannt zu werden, bzw. dass die Unterstützung für uns von einer Partei zu Wahlkampfzwecken instrumentalisiert wird.



WORUM ES GEHT?


Aktuelle Vorplanungen der degewo sehen vor, in drei Bauabschnitten, beginnend voraussichtlich Ende 2020, zwischen 290 und 310 Wohnungen neu zu bauen. Es wird außerdem geprüft, inwieweit bestehende Gebäude um ein weiteres Geschoss erweitert werden können. Dadurch sind zusätzlich ca. 140 Wohnungen vorgesehen (Baubeginn: voraussichtlich 2022).
Dies bedeutet tiefgreifende, negative Veränderungen für das bisherige, grüne und lebenswerte Wohnumfeld des Kietzer Feldes. Vom daraus resultierenden Verkehrschaos ganz zu schweigen.

Näheres erfahren Sie unter der Rubrik: Dokumente




KÄMPFEN WIR


■ für die Erhaltung unseres grünen und ruhigen Wohngebietes
■ gegen die Vernichtung von Freiflächen und Bäumen
■ gegen den bevorstehenden absoluten Verkehrskollaps
■ gegen die Vernichtung von PKW-Stellflächen und Garagen

Die Bürgerinitiative Kietzer Feld / Wendenschloß



Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns unter:
kontakt@bi-kietzerfeld.de

Jetzt schnell die Petition der Vereinigten Berliner Bürgerinitiativen zeichnen:






Wieso? Weshalb? Warum?


Wieso soll der Neubau einer Wohnanlage im ersten Bauabschnitt von 9 klobigen Fünfgeschossern innerhalb des Wohngebiets Kietzer Feld nach § 34 Baugesetzbuch genehmigungsfähig sein?
Weil die Leitung des Fachbereichs Stadtplanung das im zweiten Quartal 2018 und im ersten Quartal 2019 zugesagt hat.
[Hier der Beweis]

Weshalb gibt es keine Bauvoranfrage zu diesem Bauvorhaben, so dass der Fachausschuss der BVV früher davon erfahren hätte und Anlieger als Beteiligte rechtzeitig Widerspruch einlegen könnten?
Weil die Leitung des Fachbereichs Stadtplanung im ersten Quartal 2019 darauf verzichtet hat.

Warum soll der zusätzliche Autoverkehr über die nur provisorisch befestigte Grüne Trift geleitet werden, die bei Regen grossflächig unter Wasser steht und der von Kindern und Jugendlichen bevorzugte Radweg ist?
Weil die Verkehrsplanung des Fachbereichs Stadtplanung genau das im zweiten Quartal 2018 verlangt hat.
[Hier der Beweis]

Und wie erklärt das Stadtplanungsamt, dass sich das Bauvorhaben nach den Kriterien des § 34 Baugesetzbuch in die nähere Umgebung einfügt?
Indem es das städtebaulich und architektonisch planvoll angelegte Wohngebiet Kietzer Feld zum unbeplanten Innenbereich erklärt, die nähere Umgebung falsch bestimmt, dessen Eigenart verkennt, die bauliche Nutzung statt am Bestand am Ergebnis mißt und die städtebauliche Konzeption des Wohngebiets und die Vorgaben der Bebauungspläne mißachtet.
[Hier der Beweis]

Und wer hat dafür gesorgt, dass die degewo sagen kann, der Senat will das so, und der Senat sagen kann, der Bezirk ist zuständig, und der Bezirk sagt, die degewo kann machen, was sie will?
Das war 2018 der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung als Mitglied des Begleitkreises zur Revision des Stadtentwicklungsplans Wohnen.
[Hier der Beweis]